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A Berlin Painter!

It’s been a long time I want to write something to present you Jens Heller. Before identifying clearly his work, I had stumbled on images, thinking everytime ‘Waw, that’s a proper job’. There is an incredible quality and rare precision that is shining through even my computer screen, going together with a disturbing yet fascinating choice of subject represented.To transfer the feeling in the oh-so-wonderfuĺ world of shoe shopping, it’s like finding a pair of Roger Vivier in a thrift shop. In a word, I was very psyched about this studio visit.

Jens Heller paints with oil, the traditional way, meaning every painting is the result of an anachronically long process in our ever faster world. What is now called the traditional way in oil painting is layering color after color, there’s a few complications going with it, but I’m not going to bore you with techniques. The result though is something no computer can ever produce as it is capturing the light in a completly unique way.

Beginning his artist career with brutal performances, Heller had been embracing figurative painting stating that ‘realism is more brutal than the abstract agression’. He now tries to eliminate the personal tracks left by his brushes on the surface of the canvas, leaving more space to the viewer.

In the last years, he has developped different thematic cycles. Depicting bees and wasps, Heller is creating a mirror of our own kind. To him, ‘they are those little beings that we dont see, they are individuals with their own life.’ By playing with the scales and angles, he expresses our sometimes difficult relations with one another.

My favorite works belong to the cycle evolving around the medical world. The precision in the representation of the plastic instruments used in the chirurgical process transports you in a soul freezing dimension where it is real, and it is worse than you feared.

Heller is still working on his Archont cycle, where he represents faceless characters drapped in yellow going through different symbolic situations.

I warmly encourage you to check his website, and to go see the pieces in the flesh when he’ll out up a new show.

Text by Fleur Helluin
fleurhelluin.tumblr.com/

via Jens Heller! | KALTBLUT MAGAZINE.

 

Kunstkopf: Jens Heller

Foto: Josef Dube, Tip Berlin

Der Berliner Maler benutzt hyperreale Motive als abstrakte Elemente – um zu zeigen, dass es keinen Realismus mehr gibt.

tip: Sie kombinieren klassische und moderne Elemente der Malerei.

Heller: Ich möchte nicht, dass sich der Sinn sofort erschließt. Ich nutze Gegenstände, um zu zeigen, dass wir in einer abstrakten Welt leben, in der es nur Verweise gibt, also Diskurse, aber wirklicher Realismus ist das nicht mehr. Dadurch sind die Werke offen, der Betrachter kann selbst anknüpfen. Symbole verwende ich nicht im traditionellen Kontext. Es geht mir darum zu beweisen: Malerei ist ein zeitgenössisches Medium.

tip: Sie möchten nicht gezielt einen Sinn erzeugen?

Heller: Nein, aber ich möchte gezielt eine Frage nach einem Sinn aufstellen. Was ich unter abstrakter Malerei verstehe, ist, dass sie die konkrete Geschichte verweigert.

tip: Wie kam es zur Verwendung der sakral wirkenden Figuren?

Heller: Faltenwürfe in der klassischen Malerei hauen mich einfach um. Wie kann ich sie zitieren, so dass es trotzdem ein zeitgenössisches Bild ist? Deshalb verwende ich auch Accessoires wie Handtaschen oder Gummihandschuhe.

via Kunstkopf: Jens Heller | Tip Berlin.

 

2012-09-27 : JENS HELLER, hidden power

We live in a small world, small but full of unsolved mysteries. We ourselves will take care of adding more questions where there is no more answers. Imagine that you encounter with a captivating artwork in an art fair or a gallery visit, later you find it on the internet, and you end up meeting the author at a festival, and even on the streets of your city. Coincidence or destiny? Based on true events… That’s how we met Jens Heller.

Jens Heller’s works are characterized precisely by creating mysteries through painting a series of elements iteratively. Thus the hooded characters, the gloves, fabrics, insects and shapeless blobs of paint become symbols. One of the main themes in his work is the representation of power, its seduction and corruption implied, as seen in the series Archonts, our favorite one. Archon is a Greek word that means „ruler“ or „lord“, frequently used as the title of a specific public office. It is the masculine present participle of the verb stem ἀρχ-, meaning „to rule“, derived from the same root as monarch, hierarchy, and anarchy.

via Belio Magazine.

 

 

 

Ausstellungstexte zu Berliner Galerien

Neue Arbeiten / NEW Works – Malerei / Painting

Jens Heller

galerie OPEN

Ohne Titel, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm, 2010

03rd Februar/ Febuary – 19th März/ March 2011

OPENing am Donnerstag / Thursday, 03. Februar / Febuary, 21-23 Uhr / 9 – 11pm

galerie OPEN by Alexandra Rockelmann freut sich, die erste Einzelausstellung mit Werken des Berliner Künstlers Jens Heller in der Galerie zu zeigen. In dieser Ausstellung wird Jens Heller eine Serie von „Archonten“ präsentieren. Die Bezeichnung „ Archont“ deutet auf eine Art Dämon hin, der in der Gnosis zum Statthalter der realen Welt eingesetzt wird. Allerdings sind die Gestalten nicht direkt als „böse“ zu interpretieren, sondern eher als gewissenlos, was oft auf dasselbe hinausläuft.

Bedingt durch die Accessoires, welche die Archonten im Werk umgeben, werden sie in die Gegenwart katapultiert. Die Bildtitel verweisen auf eine gewisse Fehlbarkeit und abstrakte Interpretation hin. Der Künstler fokussiert in den gezeigten Werken hauptsächlich auf den Faltenwurf der Roben der Archonten. Bedingt durch die Darstellung stellt sich die Frage, ob überhaupt etwas unter dem Stoff existiert.

Jens Heller arbeitet rein formal gesehen figurativ, sehr klassisch und mit Techniken, die sich zum Teil zurückführen lassen auf Barock- oder Renaissancemalerei. Die Reichhaltigkeit der Stoffe ist wieder findbar in den Werken des Renaissancemalers Lorenzo Motto. Dieser benutzte scharfe Konturen und satte Farben, um den Stoffen eine visuelle Realität zu verleihen. In der Gestaltung der Szenen durch die Hell-Dunkel-Malerei ist ein Einfluss Caravaggios zu erkennen, in die die Figuren mit ungewohnter Lebensähnlichkeit gesetzt werden. Diese scheinbare Technikverliebtheit, unökonomische Zeitvergeudung und Anstrengung dient nur einem Ziel: Einerseits die Oberfläche des Bildes so glatt und duktusfrei wie möglich zu halten, und sich gleichzeitig in eine klassische Tradition der Bildherstellung einzureihen.

Ich hingegen betone eine existentielle Bezugslosigkeit. Je glatter die Oberfläche ist, je ausformulierter, glänzender oder durchgestalteter, desto deutlicher wird das Vakuum dahinter. Eine Schwärze oder ein Nichtzusammenhängen der Dinge miteinander. Das ist für mich das Abstrakte.

Jens Heller, Archont I: Von Hummel Abgelenkt, Das Weltklo Zu Säubern, 2010, Öl auf Leinwand, 80 x 80 cm

Die Methoden, die Jens Heller benutzt, um die gewünschten Absichten in seinen Arbeiten wiederzugeben, sind die Darstellung von Szenerien voller „Dinge“, die sich nur widerwillig zusammenfügen. Obwohl auf einem Bild, wirken sie „collagiert“ oder zusammengezwungen. Man kann dies als Aufforderung lesen, sich eine eigene Geschichte auszudenken, die einen „Sinn“ ergibt und sich so selbst einen „Bezug“ bilden. Allerdings wird es nie ein Feedback geben, und das „Nichts“ zwischen den Gegenständen bleibt doch fühlbar.

Figurativ und abstrakt sind für mich sehr oberflächliche Kategorien – man kann mit Figuren ebenso abstrakt umgehen wie in abstrakter oder konkreter Methodik etwas illustrieren. Oder Malerei als konzeptuelle Haltung betreiben, und unfrei arbeiten und dabei anarchisch. Für mich fällt all das zusammen.

via Neue Arbeiten / NEW Works – Malerei / Painting Heller Jens Heller 1324.

 

Jens Heller Malerei | Julius Weiland Glasskulpturen

Ausstellung vom 11. August – 7. Oktober 2006

Auf den Bildern Jens Hellers finden „Begegnungen“ statt, Konfrontationen, Kollisionen vorgeblich „verschiedener“ Bedeutungsebenen.

Die Synthese findet zwar formal durch die Zusammenführung auf demselben Bildträger statt, im Bewusstsein des Betrachters bleibt die Trennung aber weiterhin bestehen. Diese offenbare Verweigerung eines unmittelbaren narrativen Zusammenhangs, eines „Sinns“, lenkt die Aufmerksamkeit auf die Metaebene: Was stiftet „Sinn“? Wie strukturieren Meta-Erzählungen unsere Wahrnehmung?

Im Rückgriff auf tradierte Formen der realistischen Ölmalerei werden diese Fragen als „zeitlose“ Fragen gestellt – gleichzeitig werden die scheinbar überkommenen Formen selbst als zeitgenössisch behauptet.

Motiv Chirurgen:

Die Chirurgen blicken die Betrachter an, so dass diese zu Betrachteten werden. Der Berufsstand des Mediziners impliziert allerdings einen Blick, der zum „Patienten“ macht – also zum OBJEKT des Interesses. Subjekte haben in diesem Moment keine Wichtigkeit.

Die „Objekte“ hingegen nehmen eine Ebene wahr, die die Mediziner selber NICHT sehen: Repräsentanten einer Natur (-vorstellung), die die Beschränktheit des Augenblicks aufbrechen und an das Vorhandensein der Metaebene erinnern.

1966 geb. in Oldenburg, Studium der Literaturwissenschaften und Philosophie in Hamburg,

1997 Diplom der Bildenden Künste. Ausstellungen seit 1990. 2003: Erster Preis „Scuola di Scultura“ und der Gemeinde Peccia im Tessin/Schweiz: Konzeption und Realisation eines Marmorbrunnens.

via Jens Heller and Julius Weiland.